Referat über die Koptisch Orthodoxe Kirche  
Die Koptisch-Orthodoxe Kirche
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1. Der Name "Kopten" 2. Die Gründung
3. Verfolgung 4. Märtyrer
5. Historische Bedeutung      6. Verhältnis z.a. Kirchen
7. Mönchtum 8. Klöster
9. Koptische Baukunst 10. Koptischen Hymnen
11. Koptische Sprache 12. Kop. Kalender
13. Oberhaupt 14. Kopten und Islam
15. Zahlen der Kopten 16. Das Leben der Kopten
17. Kopten in der Welt18. Quellenverzeichnis

Der Name "Kopten"

Der Name "Kopten" geht über das arab. "al.qipt", auf das griechische "Aigyptioi" zurück, ist daher gleichbedeutend mit "Ägypter". "Kopte" weist heute auf den ägyptischen Christen hin.



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Die Gründung der Koptischen Kirche

Wer sind die Kopten? Wo ist ihr Ursprung? Um diese Frage beantworten zu können müssen wir lange zurückblicken, bis zu den Alten Ägypter. Die Kopten sind die direkten Nachkommen der Alten Ägypter, des Volkes der Pharaonen im Land der Obelisken und Pyramiden. Schon im Altertum wurden sie Christen. Die Koptisch- Orthodoxe Kirche ist also die ursprüngliche Kirche Ägyptens, die bereits im 1.Jahrhundert von dem heiligen Evangelisten und Apostel Markus(62 n.Chr.) , der in Ägypten missionierte und das Christentum verbreitete, gegründet wurde. Die Kirche bezeichnet ihn als den ersten Patriarchen oder als Oberhaupt der Kirche. Er starb im Jahre 68 n.Chr. als Märtyrer. Ägypten wurde als eines der ersten Länder der Welt christianisiert !



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Verfolgungen und Unterdrückungen

Die Koptische Kirche ist nie Staatskirche gewesen, sondern mußte sich von Anbeginn in einer Umwelt behaupten die dem Christentum feindlich gegenüberstand.Märtyrer "Sie war die Kirche, die ihr Kreuz trug ihre gesamte Geschichte hindurch, seit der Zeit des Hl. Markus, und die alle Generationen und Jahrhunderte der Christen- heit durchläuft, und sie blieb fest, streng in ihrem Glauben, bis jetzt". Anba Shenouda III. So haben die Kopten dem Christentum in mancherlei Prüfungen die Treue gehalten, obgleich ihr Land im 7. Jahrhundert durch die Araber erobert wurde oder ihre Landsleute heute in der Mehrheit Moslime (Mohammedaner) sind. Auch im dritten Jahrhundert mußten sie sich stark zeigen. Hier erreichten die Verfolgungen einen Höhepunkt unter Kaiser Diokletian, als etwa 800 000 Menschen für ihren Glauben sterben mußten. Man darf diese Unterdrückung und Verfolgung der Kirche, die sich nach dem Ende des Römischen Reiches unter byzantinischer Herrschaft und danach unter dem Islam fortsetzte, aber nicht losgelöst betrachten von dem großen geistigen Reichtum, den das junge Christentum in Ägypten auch empfing.



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Märtyrer

Durch diese Verfolgungen gingen aus der Koptischen Kirche eine große Zahl von Märtyrern hervor. Deshalb wird sich auch Mutterkirche der Märtyrer bezeichnet. Wir können die Märtyrerzeit, die schon mit dem Apostel Markus begann, in drei Epochen einteilen, die sich in der Art der Verfolgung unterscheiden, abhängig vom jeweiligen Herrscher: 1.Die heidnisch-römische Verfolgungszeit: Seit der Missionierung durch den Apostel Markus 61 n.Chr. bis zur Zeit des Emperators Kontstantin (313 n.Chr.) 2.Die Zeit nach der Spaltung der Ost von der Westkirche (seit 451 n.Chr.) 3.Die Zeit unter den islamischen Regenten (seit 641 n.Chr.) Der Mut der ägyptischen Christen und ihre aufrichtige Sehnsucht, die Krone des Märtyriums zu erlangen, verwirrte die Verfolger derart, daß zum Beispiel Kaiser Diokletian nach Alexandrien kam, um die Verfolgung selber durchzuführen. Zu den bekannten Märtyrer zählen der Apostel Markus, St. Mena, St. Georg, St. Makarius, die Heilige Demiana, die Heilige Katharina, der heilige Märtyrer Salib, die 8000 heiligen Märtyrer zu Achmin, St. Moritz und viele andere. Das Märtyrerbuch "Synexarium" erzählt jeden Tag, den Tod eines heiligen Märtyrers. Dieses wird jeden Sonntag in der Kirche verlesen



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Historische Bedeutung

Alexandria war damals die Stätte einer weltberühmten Universität und einer der wichtigsten vorchristlichen philosophischen Schulen. Die Kirche von Alexandrien und ihre Schule zog selbst die Philosophen zum neuen Glauben. Hier, in einem geistigen Zentrum der antiken Welt, begann der heilige Markus seine Mission, weshalb man die Koptisch-Orthodoxe Kirche auch die alexandrinische Kirche nennt. Er gründete die Theologische Schule von Alexandrien, die der Welt viele Gelehrte und Heilige schenkte, unter ihnen Athinagos, Pantinos, Klemens, den großen Origines, der angesehen war als der Vater der Theologie. Sie machten die Schule zu einem wirksamen Instrument, um den atheistischen Philosophen begegnen zu können. Neben Theologie wurden auch Physiologie, Medizin, Himmelkunde, Musik und Sprachen unterrichtet und die Bedingung, um aufgenommen zu werden, bestand in einem Leben in Demut. Die Theologische Schule von Alexandrien hat wesentlich dazu beigetragen, daß die Kirche Ägyptens früh eine führende Rolle im theologischen Entwicklungsprozeß der Kirche zuviel. Sie war eine Quelle für Tausende von Büchern und Studien, die in die Lehre der Väter mit eingeflossen sind. Und schließlich lehrte hier der Hl. Athanasios. (siehe auch das nächste Kapitel "Verhältnis zu anderen Kirchen"



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Verhältnis zu anderen Kirchen

Nach dem Konzil von Chalcedon im Jahre 451 n.Chr kam es im Osten aus theologischen und politischen Gründen zur Kirchenspaltung, die bis in die Gegenwart andauert. Im Mittelpunkt des Streites stand die Frage, wie das Bekenntnis zu Jesus Christus, dem menschgewordenen Gottessohn, eindeutig in Worte zu fassen ist. Diese Fragen um die wahre Natur Christi führte zum Bruch der alexandrinischen und anderen orientalischen Kirchen in dessen Folge erneute schwere Verfolgungen der Koptischen Kirche, diesmal von ihren Brüdern in Christus, einsetzten. Den Kopten wurde Monophysitismus unterstellt, d.h. sie halten nur an die eine (griech."monos"), die göttliche Natur (griech."physis") Christi fest und leugneten die menschliche Natur Christi. Dem war aber nicht so, vielmehr glaubten sie immer mehr an die zwei Naturen des Herrn in einer Natur: Er ist vollkommen in Seiner Gottheit; Er ist vollkommen in seiner Menschheit, aber Seine Gottheit und Menschheit wurden miteinander verbunden in einer Natur, die man nennen kann. "Die Natur des FLEISCHGEWORDENEN WORTES" wie der Hl. Kyrillos von Alexandrien sagte: "meaphysis to logo sesarcomeni". "Christus konnte den Menschen am Kreuz nur erlösen, weil Er der Sohn Gottes und der Menschensohn war und beide Naturen, die göttliche und die menschliche in sich vereinte." Dieses Mysterium verteidigte der heilige Athanasios entschieden (wofür er viermal verbannt wurde), indem der der Anschauung Arians widersprach und daran festhielt, daß nicht nur der Mensch Jesus am Kreuz gestorben ist, wie jener meinte, sondern Gott selbst sich durch Seinen Sohn zur Erlösung der Menschen geopfert hat. Machtpolitische Erwägungen spielten dabei eine große Rolle. In Konstantinopel residierte der Kaiser, aber die Patriarchen und Päpste von Alexandria hatten nach wie vor die theologische Führungsrolle inne. Heute erweist sich, daß der damalige Bruch in engem Zusammenhang mit den politischen Kämpfen seiner Zeit standen, die sich in den Auseinandersetzungen um die rechte Definition niederschlugen. Der Inhalt, der Kern des Glaubens selbst war davon im Grunde unberührt und so hat sich die Wiederan näherung der östlichen Kirchen, unter anderem auch mit Hilfe des von Papst Shenouda gefragtem ökumenschem Dialog, - Dank sei Gott - in den letzten Jahren soweit vollzogen, daß inzwischen die gemeinsame Kommunion wieder möglich ist. Am 12.2.1988 wurde im Schlußprotokoll des Dialogs zwischen der Katholischen und der Koptischen Orthodoxen Kirche eine gemeinsame Christologieformel unterzeichnet. Das Treffen fand im Kloster Anba Bishoy, Wadi Natroun, Ägypten, statt. Am 8.3.1988 wurde im Schlußprotokoll der 2. Begegnung zwischen Theologen aus der Evangelischen Kirche in Deutschland und den Orientalischen Orthodoxen Kirchen eine ähnliche Formel unterzeichnet. Das Treffen fand im koptischen St. Antonius Kloster in Kröffelbach Kloster zu Kröffelbach statt. Im Juni 1989 kam eine Ver sammlung von Vertretern aller orthodoxer Kirchen im Kloster Anba Bishoy im Wadi Natroun zu einer eben solchen Einigung. Diese lautete etwa so: "Er, der ewige und unsichtbare Gott, wurde sichtbar im Fleisch und nahm Knechtgestalt an. In ihm sind alle Eigenschaften der Gottheit und alle Eigenschaften der Menschheit zugleich in einer wirklichen, vollkommenen, unteilbaren und untrennbaren Einheit bewahrt."



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Mönchtum

Ägypten wurde nicht nur das erste christliche Land der Erde, sondern auch die Wiege des Mönchtums. Denn in der Koptischen Kirche enstand das christliche Mönchtum, und die herausragende, gleichsam erweckende, Gestalt in diesem Werdeprozeß war der Hl. Antonios der Große (251 - 356 n. Chr.), der in der ganzen Welt als Vater der Christlichen Mönchen angesehen wird. Neben ihm spielten auch der Hl. Pachomius (Gründer der Klostergemeinschaft), der Hl. Makarios der Große, er gründete die Klöster im Wadi El Natrun, und Anba Shenouda, Gründer des Einsiedlerlebens, beim Aufblühen des Mönchtums eine große Rolle. Es gab hunderte von Klöstern, Tausende von Koinobien und Höhlen in den Bergen und Hügeln Ägyptens. Johann Cassian, der mehr als zehn Jahre unter den Vätern der Wüste gelebt und ihre Ideen nach Europa gebracht hatte, schrieb, daß die Reisenden von Alexandrien im Norden und Luxor im Süden während ihrer gesamten Reise zu Land oder zu Wasser die Klänge von Gebeten der Mönche in den Ohren hatten, die hier und da in der Wüste verteilt waren, in den Klöstern, in den Höhlen: Mönche, Einsiedler, Anarchoreten. Mönchtum war für Ägypten ein Leben des Gebets, der Beschauung, der Einsamkeit, des Gottesdienstes, der Herzensreinheit. Sie hatten nichts in ihrem Sinne, in ihren Herzen, in ihren Gefühlen außer Gott allein. Sie hatten ein ruhiges und stilles Leben, in Gott verharrend. Sie waren ungebunden von jedem Menschen und jeder Sache, um gebunden zu sein allein an Gott. Die Botschaft von ihrem geistlichem Leben verbreitete sich überall. Sie schrieben nicht über sich; aber Menschen kamen von hier und da, nur um ein Wort zu hören von einem der Mönche, um es als Leitwort zu nehmen durch ihr Leben. Die heiligen Väter sprachen nicht, sie schrieben nicht, sie blieben still, sie blieben ruhig; sie waren keine Prediger, sondern waren Zelebranten; sie waren Musterbeispiele wahren Lebens. Sie waren das Ebenbild Gottes auf der Erde; sie waren Engel und lebten ein engelhaftes Leben. Dieses Erbe trug das Mönchtum in die Koptische Kirche hinein, in die christliche Erziehung. Die Väter lebten das Leben der Demut, der Schlichtheit. Sie erachteten sich als Ausländer und Fremdlinge in dieser Welt und suchten nach der wahren Heimat im Himmel. Das ist der Boden, auf dem die Kirche in Wahrheit hat überdauern können, durch die Verfolgung der Geschichte hindurch. Darin liegt vielleicht ihr größter Ruhm. Es war ihr Kreuz.



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Die Koptischen Klöster

Wenn ein Tourist in Ägypten ist muß er sich die prachtvollen Klöster anschauen. Die neun wichtigsten besiedelten Klöster in Ägypten sind der Makarius-Kloster, Anba Bishoy, Baramous-Kloster, St.Mena Kloster, St. Paul Kloster, St. Antonius Kloster, das Kloster der heiligen Jungfrau Maria (Meharak) und das Anba Samuel- Kloster In vergangener Zeit wurden 77 Klöster ausgegraben. Dazu kommen noch eine Reihe von Nonnenklöster.

St.Antonius Kloster in Ägypten
St. Paulus Kloster in Ägypten
St. Katharinen Kloster im Sinai



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Die Koptische Baukunst

Die Kopten wirkten lange in der Kunst, insbesondere in der Baukunst, nachdem sie eine hervorragende Kultur überliefert bekamen. Zu dieser Kunst zählt das Eingravieren in Stein, das Schnitzen auf Holz, die Webkunst, das Herstellen von Papier (außerdem Papyrus wurden 7 verschiedene Arten von Papier ent wickelt), das Herstellen von einfachem und farbigem Glas, und die verschiedene Metallkunst und ihre Verarbeitung. Die Ikonenkunst in Kirche und Kloster spiegelt die darstellende Kunst wieder. Sie ist Inbegriff für das Leben eines Menschen, z.B. eines Heiligen.



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Die Koptischen Hymnen

Zurück in das Alte Ägypten. Hymnen der Alten Ägypter wurden mit christlichen Texten neu besungen. Diese Hymnen finden wir heute noch im Gottesdienst. Viele Kirchenlieder des Gottesdienstes werden heute in musikalischen Noten herausgegeben. Die Koptische Kirche enthält eine Fülle von Kirchenliedern und Hymnen, die zu folgenden Anlässen gesungen werden



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Die Koptische Sprache

Die Sprache der Kopten ist die altägyptische Sprache, geschrieben in koptischen Buchstaben. Diese wurden angewandt seit dem 2. Jahrhundert nach Christi Geburt Die Schreibung durchlief vier Epochen:
  1. Die Hieroglyphen (diese begannen ca. 4000 vor Christi Geburt)
  2. Die Hieratische Schrift
  3. Die Demotische Schrift (oder die Schreibart durch das Volk)
  4. Die Koptische Schrift (begann ca. 200 n. Chr. ; heute ist sie die angewandte Schreibart in der Kirche und in ihren Hymnen).
Die Koptische Sprache wird nur von wenigen Familien als Muttersprache gesprochen. Sie wird noch immer, vor allem im Gottesdienst, gepflegt. Umgangs- und Predigtsprache ist inzwischen das Arabische Sie ist auch für viele ein Lehr- und Forschungsgebiet. Die deutschen Gelehrten nehmen hierbei eine besondere Stellung ein.

Koptisch

Buchstabe

groß

klein

Alpha

Veeta

Gamma

Delta

Ei

Soo

Zeeta

Eeta

Theeta

Iota

Kappa

Lavla

Mei

Nei

Eksee

O

Pee

Ro

seema

Tav

epsilion

Fei

Kei

Epsee

Oo

Shai

Fai

Khai

Horee

Jinja

Tschemma

Tee



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Der Koptische Kalender

Die koptische Zeitrechnung ist die gleiche wie die altägyptische, die Tausende von Jahren vor Christi Geburt gegründet wurde. Der ägyptische Bauer benutzt diese Zeitrechnung noch heute, um die Sä- und Erntezeit zu bestimmen. Die Koptische Kirche benutzt den altägyptischen Kalender in der Kirche auch für die Feste. Der Koptische Kalender ist in zwölf Monaten eingeteilt. Jeder Monat dauert 30 Tage lang. Hinzu kommt der sogenannte "kleine Monat", der entweder 5 oder 6 Tage lang ist. Die Kopten nannten den Kalender 284 n.Chr. um und bezeichnen ihn heute nach den Märtyrern der Kirche. Seit dieser Zeit heißt er der Märtyrerkalender.



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Oberhaupt

Das Oberhaupt der ägyptischen Kirche ist seit jeher der Patriarch der alten Landeshauptstadt Alexandrien. Seit dem 11. Jahrhundert befindet sich sein Amtssitz in Kairo, im Kloster "Deir el Anba Rueiss". Sein traditioneller Titel lautet "Seine Heiligkeit der Papst von Alexandrien und Patriarch des Stuhles vom heiligen Markus", die Anrede "Seine Heiligkeit". Nach der auf den altkirchlichen Konzilien festgelegten Ordnung gehört er mit dem römischen Papst und dem ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel / Istanbul zu den ranghöchsten Bischöfen der Christenheit. Papst Shenouda III. Amtiert seit 1971 und ist der 117. Nachfolger des Hl. Markus. Er ist heute das Oberhaupt der Koptisch Orthodoxen Kirche. Durch ihn und seinen Vorgänger, dem heilgemäßem Papst Kyrillos VI., wurde eine große Erweckungsbewegung in der Koptischen Kirche eingeleitet. Die Erscheinung der Heiligen Jungfrau Maria in der Kirche in Zaitun, einem Stadtteil Kairos, im Jahre 1968 verliehen der lange Zeit geschwächten Kirche dabei eine große neue Kraft. Über einen ängeren Zeitraum hinweg wurde sie dort regelmäßig von Tausenden Menschen gesehen und auch Heilungen oftmals aussichtsloser Krankheiten ereigneten sich dort in dieser Zeit. Vielleicht ist das ein Zeichen, daß die Orthodoxe Kirche Ägyptens immer unter Gottes Schutz stand und sich auf das Versprechen "und die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen" (Math.16,18) verlassen hat.



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Kopten und Islam - Religion und Statt in Ägypten

Eine große Aufgabe der Koptisch-Ortodoxen Kirche - und darin bedarf der intensivsten Unterstützung von seiten aller übrigen christlichen Kirchen - ist der Dialog mit dem Islam. Angesichts der vielen Fundamentalisten der Gegenwart ist ihr hier eine Aufgabe übertragen, die wesentlich zum Bestand des Christentums überhaupt beitragen wird. Nach der Verfassung sind Kopten gleichberechtigte Bürger der Arabischen Republik Ägyptens, erfahren dennoch nicht selten das bedrückende Schicksal einer religiösen Minderheit: "DIE WELT" vom 24.9.1991 berichtet von:
"Breitangelegte Unterdrückung in Ägypten und Sudan / Rein- islamische Staaten als Ziel Mehr als 150 Menschen, darunter eine große Zahl muslemischer Fundamentalisten sind in Kairo nach Zusammenstößen mit koptischen Christen festgenommen worden. Bei den Zwischenfällen im Kairoer Stadtviertel Imbaba waren am Freitag abend zwei Kirchen in Brand gesteckt worden. 18 Menschen wurden verletzt. Zudem wurden nach Augenzeugenberichten Geschäfte und Wohnungen von Kopten ge plündert. Die Zwischenfälle beweisen wie christliche Minderheiten in Ägypten, aber auch im Sudan vor allem die koptischen Gemeinden zunehmend Pressionen ausgesetzt sind."
"Moslime terrorisieren Christen Kinder werden von radikalen Moslimen gegen die christlichen Mitbürger in Ägypten aufgehetzt. In Kairo warfen sie Steine gegen Geschäfte und Wohnungen von Kopten"
"STERN" berichtet vom Anschlag am Nil:
"Im Kampf für einen Gottesstaat schossen radikale Moslems auch auf deutsche Touristen. Mit ihren Überfällen wollen sie die Regierung in Kairo ins Wanken bringen."



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Zahlen der Kopten

Angaben über Anzahl der Kopten sind immer nur sehr ungefähr anzugeben, denn dies ist liegt daran, daß die ägyptischen Behörden (ausschließlich nur islamische Ämter) falsche Angaben weiterleiten um die Zahl der Kopten herunterzuhandeln und außerdem sind solche Zählungen in einem so dichtbesiedeltem Land sehr schwer Die Schwankungen der verschiedenen Angaben sind daher erheblich: Heute besitzt die Koptisch-Orthodoxe Kirche etwa 40 Diözesen mit schätzungsweise 8-12 Millionen Gläubigen, 7-12 % der Gesamtbevölkerung Ägyptens. Im Vorder Orient ist Ägypten heute dennoch das Land mit der größten christlichen Gemeinschaft



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Das gemeinschaftlich-gesellschaftliche Leben der Kopten

Zu den wichtigsten Punkten im gemeinschaftlichem Leben zählen:



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Kopten in der Welt und in Deutschland

Papst Shenuda III. hat bisher 52 Bischöfe und 288 Priester weihen können, die den Glauben der Koptisch-Orthodoxen Kirche über die Grenzen Ägyptens hinaus getragen haben in einer Weise und Effektivität, die Respekt verlangt. In einer Zeit, in der der Zulauf der Gläubigen zu den Kirchen des westlichen Christentums spürbar nachläßt und in der die Zahlen für den Priester- und Ordensnachwuchs stark rückläufig sind, verzeichnet die Koptisch-Orthodoxe Kirche ein einzigartiges "revival". Gerade die Ausbreitung auf dem afrikanischen Kontinent ist beeindruckend. Nach 2 Diözesen im Sudan konnte eine weitere afrikanische Diözese eingerichtet werden. In Kenia, Sambia und Simbabwe wurden neue Kirchen eingeweiht. Dank der Koptischen Kirche und ihrer Tochterkirche in Äthiopien ist auf dem afrikanischem Kontinent ein einheimisches Christentum ununterbrochen seit nunmehr nahezu 2000 Jahren lebendig. Koptische Auswanderer und Exulanten leben auf allen Kontinenten, eine größere Anzahl auch in Deutschland. Hier hat die Koptische- Orthodoxe Kirche zur Zeit mehr als 10   Gemeinden und zwei Klöster. Das erst Koptische-Kloster in Europa besteht seit dem Mai 1980 in Waldsolms-Kröffelbach im Taunus. Seine Heiligkeit hat dort 1991 die St. Antonius-Kirche eingeweiht. Die Hauptziele dieses Vorhaben sind:
  1. .Die Errichtung einer Gebets- und Begegnungsstätte der Koptischen Orthodoxen in Deutschland und ganz Europa. Für alle Christen, gleich welchen Bekenntnissen, bedeutet dieses Vorhaben eine Einladung mitzubeten, und mitzubauen, damit die Einheit der Kirche näherrückt.
  2. .Die Errichtung von Versammlungsräumen für die Durchführung von gemeinsamen kulturellen und religiösen Seminaren für die Orthodoxen, Katholiken und Protestanten.
  3. .Die Förderung der Völkerverständigung durch die Begegnung von orientalischen und westlichen Christen, insbesondere unter den jungen Menschen; ein Ziel, das uns alle angeht.
  4. .Ausbau der bereits entstandenen Bibliothek, um Forschung in der Koptologie, Orthodoxie, Patrologie und der Ökumene zu fördern sowie um zur Erhaltung der koptischen Kultur beizutragen.



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