Der Heilige Antonius

- Stern der Wüste und Vater der Mönche -

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Inhaltsverzeichnis

1. Wie er Christi Gebot befolgte 9. Die Anhängerschaft
2. Ein Engel bekleidet ihn rnit der Kutte 10. Die Antonianische Regel
3. Auf dem Weg in die Tiefe der Wüste 11. Die Mönchskleidung
4. Die Massen bedrängen ihn 12. Besuch bei den Wüstenbewohnern
5. Die Hingabe an Gebet und Arbeit 13. Seine"Wanderung" in die Welt des Lichtes
6. Während der Verfolgung in Alexandria 14. Das Kloster, das nach ihm benannt ist
7. Rückkehr in die Wüste 15. Seine anhaltende"magnetische" Wirkung
8. Wie sein Leben wirkte

1. Wie er Christi Gebot befolgte

Die Geschichte, wie Antonius mit göttlicher Fügung St. Paulus, den ersten ägyptischen Einsiedler in der
Wüste suchte, wurde schon dargelegt (in einem früheren Kapitel des Buches, dem dieser Text entnommen
ist; der Obers.). Da jedoch Antonius einen großen Einfluß auf die Geschichte des frühen Christentums
ausübte und ebenso auf die christlichen Kirchen der gesamten Welt, da er sich eines langen und geheiligten
Lebens erfreute, das viele Menschen und Völker zu seinen Lebzeiten wie auch später beeinflußte, bis in
unsere Zeit, soll auf den nächsten Seiten (s. Anm. d. Obersetzers) ein ausführlicher Abriß seines Lebens
gegeben werden.
St. Paulus der Einsiedler war der erste, der sich in die Wüste zurückzog, der ein Leben in extremer Einsam-
keit führte und erst kurz vor seinem Lebensende entdeckt wurde. Antonius war der erste Christ, der den Weg
eines heiligen Lebens in der Einsamkeit einschlug und eine Lebensart entwickelte, die viele Anhänger fand.
Als seine Schüler um ihm versammelt waren, legte er ihnen die Regeln für die Lebensführung und die geist-
liche Selbstdisziplinierung dar. So bekam er die Attribute "Vater der Mönche" und "Stern der Wüste". Seine
Lebensgeschichte schrieb einer der größten Geister des Christentums, Athanasius der Apostolische. Athana-
sius war Antonius' Schüler. Sie beide pflegten engen Kontakt miteinander. Athanasius war der 19. Nachfolger
von St. Markus und spielte eine führende Rolle beim Konzil von Nicäa.
Antonius wurde um 250 A.D. als Kind wohlhabender Eltern geboren. Noch bevor er das 20. Lebensjahr
erreichte, starben seine Eltern. Eines Sonntags, als er in die Kirche kam, hörte er gerade aus dem Evange-
lium: "Willst du vollkommen sein, so geh hin, verkaufe, was du hast, und gib es den Armen", Matthäus 19:21.
Antonius fühlte, daß die Botschaft an ihn gerichtet war. Und als er nach Hause kam, gehorchte er dem Wort
Gottes. Er verteilte all seinen Besitz, brachte seine Schwester zu gottesfürchtigen Frauen und zog selbst in
ein verlassenes Haus am Rand seiner Heimatstadt, das im Schatten eines Maulbeerfeigenbaumes stand.
Dort lebte er ganz allein und für sich. Seine Sehnsucht ging dahin, keine anderen Gefährten zu haben als
Gott, mit dem "Alleinigen" allein zu sein (arab. Manuskript"Paradies der Heiligen Väter", im Kloster Baramous
im Wadiel-Natroum).
Die Jahre in diesem verlassenen Haus waren voller Versuchungen und ausgefüllt mit Kämpfen gegen diese
Versuchungen. Der Reverend John Neale beschreibt diesen Abschnitt in Leben des Hl. Antonius sehr treffend
mit den Worten: Wer die Versuchung des Hl. Antonius anzweifelt, muß an der Existenz von šbernatürlichem
zweifeln.

2. Ein Engel bekleidet ihn rnit der Kutte

In dieser frühen Periode seines Lebens erlebte der Gesegnete zugleich eine Erschöpfung seiner Seele und
eine Verwirrung seines Denkens, betete aber weiter und sagte: "Herr, ich würde vollkommen werden, aber
(but my thoughts will not suff er me ... )". Dann hörte er eine Stimme sprechen: "Geh hinaus und sieh' nach."
Er tat es, und siehe da, wie in einer Vision'sah er einen Engel, der eine Kutte trug, eine Kapuze auf dem Kopf
hatte und eifrig webte. Antonius hielt inne und sah zu. Der Engel webte noch einige Zeit, wandte sich dann
aber zum Beten. Und Antonius hörte eine Stimme:"Antonius, tu dasselbe, und deine Seele wird Ruhe finden".
Der Engel hüllte ihn dann in die Kutte ein, und entschwand. Antonius lebte fortan gemäß dieser himmlischen
Botschaft und fand die Erlösung, die er suchte. Dieser Gehorsam führte zur Grundiegung des wahren Geistes
des Mönchstums.

3. Auf dem Weg in die Tiefe der Wüste

Kurz darauf fühlte Antonius, daß er noch nicht genügend zurückgezogen lebte. Deshalb brach er auf und zog
in das, was man innere Wüste nennt. Tagsüber schleppte er sich mühsam dahin, nachts ruhten seine müden
Glieder. Er führte weiter nichts mit sich als einige Palmenblätter, trockenes Brot und seinen Wanderstab.
Neun Tage zog er so dahin, bis er auf die Ruinen eines alten Schlosses aus der Pharaonenzeit stieß, das da
in majestätischer Einsamkeit lag. Hier ließ er sich dann nieder.
Als Vater Antonius die zerklüftete Erhabenheit der Landschaft um sich herum sah, erfüllte tiefer Friede sein
Herz. Die Felsen in so vielen Farben, die Plateaus, der lockere Sand, ganz eben oder sich in Dünen hin-
streckend bis zum Horizont, die purpurfarbenen Berge, das Zusammenspiel von Licht und Farbe in dieser
lebensfeindlichen Trockenheit, nur unterbrochen von einer Wasserquelle unter einem Palmenhain; die reine
Schönheit und vollkommene Stille der Landschaft inspirierten ihn. Er war entzückt von dem Miteinander mit
seinem Gott, von dem Alleinsein mit dem Alleinigen.

4. Die Massen bedrängen ihn

Vater Antonius konnte sich jedoch nicht lange seiner Einsamkeit erfreuen. Man entdeckte seinen Aufent-
haltsort, und viele Menschen zogen ihm nach, nicht nur aus Ägypten, sondern aus der ganzen damals
bekannten Welt. Als die erste Gruppe ihn erreichte, vermehrte er ihr den Zugang zu den Ruinen. Aber in dem
religiösen Eifer, ihn sehen zu wollen, stürmten sie das Tor des alten Schlosses. Einige wollten bei ihm bleiben,
andere baten ihn um seinen Segen.
Von da an konnte er sich fast nie mehr vollständiger Einsamkeit erfreuen.
Wenn die Menschenmengen sich um ihn drängten, begegnete er ihnen mit Sanftmut und Gleichmut,'obwohl
sie in seinen eigensten Bereich eindrangen. Den Ratsuchenden gab er Rat, die Bedrückten tröstete er, für die
Kranken betete er, den Friedlosen brachte er Frieden. Er war so sehr voll der Gnade Gottes, daß alle, die ihn
aufsuchten, von seiner bloßen Gegenwart Gewinn hatten.

5. Die Hingabe an Gebet und Arbeit

St. Antonius ließ nicht ab vom Beten, Fasten und Korbflechten. Er bekämpfte die Ketzer und widmete sein
ganzes Leben der Unterstützung seiner Mitchristen. Und Gott gewährte ihm ein langes Leben. So wurde er
Zeitgenosse des Vaters Dionysos, als dieser Patriarch wurde, und "kämpfte den guten Kampf" zu Lebzeiten
von 6 weiteren Nachfolgern des Hl. Markus.

6. Während der Verfolgung in Alexandria

Als Papst Maximus die Nachfolge von Papst Dionysos antrat und der 15. Patriarch der Kirche von Alexandria
wurde, nahm Kaiser Maximus die Verfolgung der Kirche wieder auf. Und als die Nachricht davon St. Antonius
erreichte, beschloß er, sein Eremitendasein zu beenden und nach Alexandria zurückzukehren, um bei den
Bedrängten zu sein. Er wollte zu denen, die sich bedingungslos zu Christus bekannten, wollte auch für würdig
befunden werden, die "Athletenkrone" zu tragen (mit"Athieten Gottes" wurden die Asketen bezeichnet, die in
einem hohen Maße Heiligkeit und Frömmigkeit besaßen).
Wieder in Alexandria, suchte Antonius die Gefängnisse auf, in denen Christen eingesperrt waren. Er mahnte
und ermutigte sie mit seinem Rat und seinem Gebet. Wenn die Soldaten kamen, um die Verurteilten zur
Exekution abzufahren, segnete er seine Mitbrüder und Mitschwestern und sang ihnen Lobeshymnen, um
ihnen Mut zu machen. Sein eigener Glaube durchdrang die anderen und erfüllte sie mit Kraft, um dem Tod ins
Auge sehen zu können. Das machte die Peiniger wütend, und sie verfügten, daß kein Mönch oder Priester die
zum Tode Verurteilten begleiten dürfe. Als Antonius das hörte, zog er seine weiße Tunika an, ging zum
Gerichtsaal und stellte sich vor den Richter, von dem die Verfügung stammte. Mit donnernder Stimme erklärte
er, daß er niemals seine Kinder im Stich lassen werde, sondern bei ihnen bleibe bis ans Ende. Den Gläubigen,
die ihn sahen, erschien er wie ein "Engel des Lichtes".
Trotz seiner Verwegenheit wurde Antonius nicht verhaftet, sein Leben wurde geschont durch die unendliche
Weisheit Gottes, die ihn am Leben erhielt für die Stärkung derer, die ihr Christentum bezeugten, zum Wohl
derer, die das noch tun wollten für die Ausbreitung der Klöster, daß es immer mehr Mönche gäbe, zum
Lobpreis der ganzen Kirche".

7. Rückkehr in die Wüste

Als die Verfolgungen aufhörten, kehrte Antonius in die Wüste zurück. Die ganze Stadt verabschiedete sich
von ihm, da so viel Licht von ihm ausgegangen war und er jedem so viel Liebe entgegengebracht hatte. "Die
Liebe zu seinen Mitmenschen war die Widerspiegelung seiner Liebe zu Gott, denn er pflegte allen zu sagen,
die zu ihm kamen: "Ich fürchte Gott nicht, sondern ich liebe ihn und Liebe treibt die Furcht aus den Herzen der
Menschen".

8. Wie sein Leben wirkte

Die Nähe zu Gott machte St. Antonius zartfühlend und mitfühlend, so wie der Herr ist, dem er diente. Folglich
ging sein Einfluß über das Ende seines Lebens hinaus, und die Universalkirche verehrt ihn als einen der
großen Heiligen. Dreißig Jahre nach seinem Tode fand man eine Kopie seiner Biographie in Träves in Belgien
in einer Hütte, in der Mönche wohnten. Als Kaiser Konstantin der Jüngere einmal auf der Jagd war, stießen
vier seiner Höflinge auf diese Hütte. Sie traten einfach ein. Hier fanden sie die Antonius-Biographie und
machten sich daran, sie zu lesen. Der Erfolg war, daß zwei von den vieren das höfische Leben mit dem
Mönchsieben vertauschten; das war ungefähr 386 A.D.
Zu Beginn des Herbstes desselben Jahres änderte diese Biographie das Leben eines anderen Mannes,
der ein großer Heiliger werden sollte. Es war kein anderer als der berühmte St. Augustinus. Es geschah,
daß sein Freund Pontitianus ihn eines Abends besuchen kam.
Er erzählte Augustinus von den ägyptischen Asketen und überließ ihm eine Kopie dieser Biographie, die von
Athanasius dem Apostolischen so liebevoll geschrieben worden war. Als er sie gelesen hatte, beschloß er,
dem Beispiel des Hl. Antonius zu folgen, nicht indem er in die Wüste ging, sondern indem er seinen mensch-
lichen Willen dem eines Göttlichen unterwarf. Er war tief ergriffen von dem, was die ägyptischen Asketen
erklärt hatten: "Es soll sich kein Mensch einbilden, es wäre unmöglich, Vollkommenheit zu erreichen. Wohl
muß der Mensch weit reisen, um zu lernen, aber die Stadt Gottes liegt im Herzen des Menschen, und das
Gute, das Gott von uns verlangt, ist darin und fordert nur, daß wir unseren Willen ganz Ihm unterwerfen."

9. Die Anhängerschaft

Wie schon erwähnt, scharten sich viele Menschen um St. Antonius, um von körperlichen oder seelischen
Leiden geheilt zu werden. Es gab auch solche, die bei ihm bleiben wollten, um seine Schüler zu werden. Der
Heilige stellte die Regel auf, daß jeder in einer eigenen Zelle leben mußte. Die Zellen waren nahe genug
beieinander, daß die Mönche sich an den Samstagabenden versammeln konnten, um die Nacht zusammen
zu verbringen und am Sonntagmorgen gemeinsam zu beten. Anschließend begab sich jeder wieder in die
Einsamkeit bis zum folgenden Samstag. Dieser Lebensrhythmus war ein Charakteristikum des Antoniani-
schen Mönchtums.

10. Die Antonianische Regel

St. Antonius gründete kein Kloster. Seine Ordensregel bestand lediglich in dem Gebot von beten und manu-
eller Arbeit. Seinen Schülern erzählte er, daß Christus ein Zimmermann war und St. Paulus Zeltmacher. So
sollten auch sie nach der Anweisung des Engels ihre Hände betätigen, Langeweile und damit die Versuchung
vermeiden.
Die Arbeit war ein lmperativ, denn ein Mönch sollte nicht müßiggehen oder parasitieren-, er sollte seinen
Lebensunterhalt verdienen im Schweiße seines Angesichts und noch in der Lage sein, den Bedürftigen etwas
abzugeben. St. Antonius lehrte: "Wenn ein Teufel den Rührigen reitet, wird eine ganze Legion Teufel den
Untätigen reiten."
Das Gebet umfaßte das Aufsagen bestimmter Psalmen und ausgewählter Passagen des Neuen Testaments
zusätzlich zu spontanem Beten.
Einige Gebete sprach man in Gruppen, andere einzeln. Das Gebet mußte innig sein und vom Herzen
kommen, denn es war das Bindeglied zwischen dem Individium und dem Schöpfer.

11. Die Mönchskleidung

Obwohl Vater Antonius nicht das Mönchsieben per se organisierte, war er es, der den Mönchen eine beson-
dere Kleidung vorschrieb. Das war ein Gewand aus weißem Flachs, das bis unter die Knie reichte, wie es die
pharaonischen Priester trugen. Ein breiter dicker Ledergürtel half den Mönchen, sich aufrecht zu halten. So
wurde das Bekleidungsmodell für alle Mönchsorganisationen festgesetzt, die Eremiten eingeschlossen.

12. Besuch bei den Wüstenbewohnern

Auf das Ersuchen der Asketen hin, die über die ganze Wüste verstreut lebten, machte Vater Antonius eine
"Pastoraltour". Er besuchte Mönche wie auch Nonnen. Dabei traf er auf seine Schwester, die, ohne daß er
davon wußte, seinem Beispiel gefolgt war. Sie lebte in einer Kongregation geheiligter Frauen.

13. Seine"Wanderung" in die Welt des Lichtes

Nach 85 Jahren in der Wüste, in die er sich im Alter von 20 Jahren zurückgezogen hatte, "wanderte St. Anto-
nius in die Welt des Lichtes" (ein koptischer Ausdruck, der"sterben" bedeutet).
Als er fühlte, daß seine Stunde gekommen war, rief er seine zwei Lieblingsschüler zu sich und verlangte
von ihnen, daß sie ihn draußen in der Wüste begraben und niemanden den Begräbnisplatz verraten sollten.
Er gab ihnen einen heiligen Kuß und sagte: "Und jetzt gehe ich dorthin, wohin mich Gottes Gnade führt". Mit
diesen Worten legte er sich zur Seite, befahl seinen Geist seinem Himmlischen Vater und begab sich in
Frieden zur ewigen Ruhe.

14. Das Kloster, das nach ihm benannt ist

Ein Kloster, das den Namen von Vater Antonius trägt, steht bis in unsere Tage in der Gegend, die geheiligt
wurde durch das Leben dieses leuchtenden Sterns der Ägyptischen Wüste und des Vaters aller Mönche. In
der Nähe des Klosters ist eine natürliche Höhle, die über einem Felsblock liegt; das ist die Höhle, wo der
große Heilige den überwiegenden Teil seines Lebens verbrachte. Bis vor kurzem war es fast unmöglich, das
Antonius-Kloster zu besuchen wegen der Schwierigkeiten, dort hinzukommen. Jetzt aber, mit besseren
Verkehrsmöglichkeiten und dem Umstand, daß es zu neuem Leben erwacht, ist es ein lebendes Kloster und
kann mit einer Sondergenehmigung des Koptischen Patriarchats besucht werden. Viele Mönche wohnen in
diesem Kloster.

15. Seine anhaltende"magnetische" Wirkung

Die Anziehungskraft des Lebens des Heiligen hat sich durch die Jahrhunderte nicht abgeschwächt. Im Jahre
1941 hielt der belgische Botschafter in Ägypten, Le Chevalier Guy de Schouteete de Tervarent, eine Vor-
lesung am Higher Institute of Coptic Studies in Kairo mit dem Titel "La Gloire Posthume de St. Antoine". Er
sagte darin, daß ein französischer Adeliger, der im elften Jahrhundert das Heilige Land besucht und seinen
Rückweg über Konstantinopel genommen hatte, vom Kaiser die Erlaubnis bekam, das mitzunehmen, was
man für die sterblichen Oberreste des Heiligen Antonius hielt. Es ereignete sich, daß im Jahr 1090 die Pest
Westeuropa heimsuchte. Als sie am ärgsten wütete, verlautbarte man, die sterbliche Hülle des Asketen aus
Ägypten hätte die Kraft, die Befallenen zu heilen. Und viele wurden tatsächlich geheilt. Kurze Zeit später
baute man im Namen des Heiligen eine Kirche; in ihr bekamen die Gebeine einen Platz. Dann wurde der
Kirche ein Krankenhaus angeschlossen. Weiterhin richtete man einen Mönchsorden ein in Vienne-en-
Dauphinö (Frankreich), die Antonianer genannt. So wurde der Einfluß des Heiligen immer größer. Mit den
Jahren erlangte das Zentrum des Antonianer-Ordens in St. Antoine de Viennois-en-Dauphinö große Berühmt-
heit und wurde ein Wallfahrtsort. Ein amerikanischer Minister machte in einem kürzlich gesendeten Gespräch
eine Bemerkung, die hier zitiert werden sollte: "Wer kann die Žpfel in einem Samen zählen? Oder wer kann
die Auswirkungen einer guten Tat ermessen?" In demselben Gedankengang könnte man auch fragen: "Wer
kann festlegen, wieviel menschliche Leben verändert wurden durch das Beispiel und das Lehren des großen
Heiligen? Wer kann sagen, wie weit ihr Einfluß ging?"

Übersetzung: Anton Maier, D-6331 Waldsolms-Kröffelbach.


Erstellt am: 01.12.96
Letzte Änderung: 10.12.99